The Science Behind Hydraulic Disc Brakes

Die Wissenschaft hinter hydraulischen Scheibenbremsen

Hydraulische Scheibenbremsen sind das am häufigsten verwendete Bremssystem; mechanische und Felgenbremsen werden zunehmend seltener. Hier ist eine kurze Erklärung zum hydraulischen Bremssystem und zu den Spezifikationen je nach Einsatzzweck des Fahrrads.

Wenn du bei einem hydraulischen System den Bremshebel ziehst, wird Bremsflüssigkeit durch den Schlauch zum Bremssattel gedrückt. Die Kolben werden in Richtung Bremsscheibe gedrückt und pressen die Beläge dagegen, wodurch das Fahrrad stoppt. Die Art der Bremsflüssigkeit, die Kolbengröße und die Rotorgröße sind daher die wichtigsten Merkmale des Systems, und Unterschiede in diesen Spezifikationen können die Leistung beeinflussen.

Bremsflüssigkeit

Bremsflüssigkeit kann entweder DOT-Fluid oder Mineralöl sein. Mineralöl ist oft wartungsärmer. Es ist ideal für Fahrer, die nicht wettkampforientiert fahren und deren Fahrrad längere Zeit ungenutzt stehen kann. DOT-Fluid wird häufiger verwendet und unterstützt schnelleres, härteres Fahren, da es in einem größeren Temperaturbereich leistungsfähig bleibt. Allerdings erfordert es mehr Wartung, da DOT-Fluid im Laufe der Zeit Wasser aufnimmt und gelegentlich gewechselt werden muss. DOT-Fluid und Mineralöl benötigen außerdem unterschiedliche Dichtungsmaterialien. Die Dichtungen, die mit DOT-Fluid kompatibel sind, haben bessere Leistungsmerkmale, da die verwendeten Gummis ein breites Temperaturfenster besitzen. Das bedeutet, dass extreme Temperaturen von DOT-kompatiblen Bremsen besser toleriert werden können als von Mineralölbremsen.

Kolben

Zweikolben-Bremssättel haben je einen Kolben auf jeder Seite, während Vierkolben-Systeme zwei Kolben pro Seite besitzen. Mehr Kolben bedeuten eine größere Fläche, um den Belag gegen den Rotor zu drücken. Größere Kolbendurchmesser funktionieren auf dieselbe Weise. Das bedeutet auch, dass größere Beläge verwendet werden und mehr Belagmaterial zur Erzeugung von Reibung zur Verfügung steht. Mehr Reibung bedeutet mehr Bremskraft.

Rotor

Ein größerer Rotor hat eine größere Bremsfläche und kann die Bremsen in einem optimaleren Temperaturbereich halten. Allerdings führt das bloße Verwenden des größtmöglichen Rotors nicht unbedingt zu einer besseren Bremsleistung. Faktoren wie Bremsintensität, Bremsdauer und Fahrergewicht erzeugen Hitze zwischen Belag und Rotor. Zu viel oder zu wenig Hitze kann die Kontrolle des Fahrers über die Bremskraft verringern. Bremsen, die während der Nutzung zu heiß werden, können von einem größeren Rotor profitieren. Bremsen, die nicht warm genug werden, um optimale Reibung zu erzeugen, könnten mit einem kleineren Rotor besser funktionieren. Die Farbe der Rotorarme zeigt die Wärmeabgabe im Material: Braun deutet auf gute Wärmeableitung hin, Lila weist auf Überhitzung hin.

All dies bedeutet, dass die Spezifikation deiner Fahrradbremsen im Wesentlichen von mehreren Hauptvariablen abhängt – deinem Gewicht, deiner Fahrweise und wie aggressiv du bremst, der Art des Geländes und der Bedingungen, in denen du gerne fährst, sowie davon, wie häufig du dein Fahrrad benutzt.

In unserem weiteren Artikel Brake Tuning and Setup erklären wir, wie das Bremssystem für den jeweiligen Fahrer eingestellt wird und welche Bremsbelag-Optionen es gibt – all diese Produkte findest du in unserem umfangreichen Sortiment im Onlineshop.

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